Schottland

Mit dem T3 California unterwegs

Das ist unser Camper. Eins der letzten Modelle der Kultserie T3. TD Ladeluftkühler 90 PS.
Es macht Spaß mit ihm zu reisen, man beschränkt sich eben und stellt erstaunt fest, es geht auch ohne Sattelitenschüssel.

Tag 1 Amsterdam

Der VW Bus ist gepackt, ohne viel Vorrat, wir wollen das Land erleben und werden uns in Schottland mit Proviant versorgen. um 17 Uhr geht die King Seaways ab Amsterdam Richtung Newcastle. Die Passage wird 16 Stunden dauern. Das Einchecken und die Verladung ist die erste Geduldsprobe, das heißt warten, gute 1 1/2 Stunden. Aber dafür stehen wir ganz vorne mit der Aussicht, schneller von Bord zu kommen nach der Ankunft. Unsere Kabine liegt ganz oben im Deck 11, also weit weg von der Maschine und entsprechend ruhig mit Blick nach draußen. Im Bistro noch einen Latte Macchiato und dann verlassen wir auch schon den Hafen und sind auf See. Die abendliche Pizza ist riesig und gut teuer, aber es ist eben eine Seereise, wenn auch ohne Captains Dinner.

Tag 2 Newcastle Edinburgh

Am frühen Morgen kommt die Küste in Sicht. Grau und wenig sommerlich, es sieht regnerisch aus und es ist deutlich kühler. Um 9 Uhr, bzw. 10 Uhr Continental time, legen wir an. Wie erwartet kommen wir schnell vom Schiff. Passkontrolle und ab jetzt immer links. Vor allem die roundabouts fordern einen schon, aber es wird immer besser.

Bis zu unserem ersten Ziel Edinburgh sind es 180 km, also eine leichte Etappe. Quer durch die Stadt zum Campingplatz vom Camping Club. Ausgebucht. Eine Alternative ist Mussleburgh, vor den Toren der Stadt. Also wieder zurück, quer durch die Stadt, zum Glück am Sonntag. Hier sind noch etliche Plätze frei. Ein Wort zum Wetter, minimal Sonne, viele Wolken, Regen bei 17 Grad wenn es hoch kommt.

Tag 3 Edinburgh 1

Klar will Edinburgh besucht werden. Bus 26, ein Milchkannen Express bringt uns nach gefühlten 100 Stationen ins Centrum direkt zur Princesstreet.  Blick auf das Castle und Regen von oben. Es ist erstaunlich mit welcher Gelassenheit die Schotten das Wetter ertragen, es scheint ihnen nichts anhaben zu können, oder sie sind schlimmeres gewohnt. Einfach Jacke zu Kapuze auf wer hat, oder eben auch gar nichts auf dem Kopf. Wir wandern, auch gelassen, durch den Schloßgarten hinauf zum Castle. Scharen von Menschen sind mit uns, denn in der Bay liegen zusätzlich 3 Kreuzfahrer. Vor dem Eingang entscheiden wir, eine Schloßbesichtigung, die machen wir nicht. Irgendwie mögen wir die Unruhe und die Masse an Touries nicht, obwohl wir ja selbst welche sind. So nehmen wir noch einen Imbiss bei M & S in der Cafeteria um dann wieder mit der Linie 26 zu unserem Platz zu fahren.

Tag 4 Dundee / Perth

Es ist relativ trocken. Wir haben beschlossen weiter zu fahren, es geht nach Dundee. Das Gedicht die Firth of Tay Brücke von Theodor Fontane beschäftigt meine Frau seit ihrer Jugend. Jetzt nehmen wir die Gelegenheit wahr, sie in Natura zu sehen.
Der Tay ist ein sehr breiter Fluss, schon die neue Autobrücke will nicht enden. Der Wind rüttelt an unserem Bus und dann sehen wir die Brücke zum ersten Mal. Langgestreckt überspannt sie den Tay.
Gesamtlänge: 3.264 m
Baubeginn: 1882
Lichte Höhe: 23 m
Eröffnet: 13. Juli 1887
Typisch mit vielen Pfeilern quer über den Fluß, sie tragen die einzelnen Brückenelemente.

Denken an das Unglück von 1879 das über 100 Menschen in den Tod riss. Die mangelhafte Konstruktion die Lokomotive samt Waggons in die Tiefe stürzen ließ. Erst als wir die Brücke unterquerten sahen wir, dass die Brücke nicht gerade von Ufer zu Ufer führte, sondern dass sie bereits im Wasser Biegung von fast 90 Grad machte. Imposant allemal. Als Mahnung sind immer noch die alten Pfeiler im Fluss. Es war sehr beeindruckend.

Denken an das Unglück von 1879 das über 100 Menschen in den Tod riss. Die mangelhafte Konstruktion die Lokomotive samt Waggons in die Tiefe stürzen ließ. Erst als wir die Brücke unterquerten sahen wir, dass die Brücke nicht gerade von Ufer zu Ufer führte, sondern dass sie bereits im Wasser Biegung von fast 90 Grad machte. Imposant allemal. Als Mahnung sind immer noch die alten Pfeiler im Fluss. Es war sehr beeindruckend.

Perth

Dann programmierten wir das Navi auf „Scone“ und er lotste uns total falsch über einen Umweg von 25 km. Technik ist und war eben nicht unfehlbar. Die Campsite zu finden war nicht einfach. Die Zufahrt verlief über den Parkplatz einer Pferderennbahn, ja eben doch anders. Anders war auch das Personal, trotz Pause nett, höflich und gesprächig. Ja und ein toller ruhiger Platz, was kann man sich mehr wünschen.
Ach ja das Wetter. 2 Stunden Sonne getankt auf Liegestuhl, Regen und Wolken. Morgen geht es gen Glencoe.

Tag 5 Highlands

Perth wird auch das Tor zu den Highlands genannt. Das Attribut trägt es zu recht . Gleich nach Perth geht es in die Berge. Was für eine grandiose Natur, geschwungene Berge, hohe Berge mit Schnee auf den Gipfeln. Es öffnen sich immer wieder Hochebenen, die wir durchqueren. Gesäumt von Bergketten links und rechts, oft begleitet von einem Bach.

Wir sind immer schnell müde, die Eindrücke, die den ganzen Tag auf einen einwirken, wollen verarbeitet werden. So sind wir vor Sonnenuntergang im Bett. Die Nacht wird unruhig, es regnet viel und die Temperatur fällt unter 10 Grad. Wie gut, dass die Standheizung zuverlässig ihren Dienst tut.

Die Sonne fehlt, das wäre noch das i Pünktchen aber auch so atemberaubend schön. Die Campsite in Glencoe verfehlen wir und beschließen die Weiterfahrt nach Fort Wiliam. Der Platz ist fast ausgebucht aber ein Plätzchen war noch frei. Wie gut, dass unser Camper so klein ist.

Tag 6 Fort Wiliam Inverness

Heute geht es zu den Lochs einmal quer durch Schottland. Wir starten bei Loch Lochey er ist 162 m tief 2 km breit und 16 km lang. Es beeindruckt mitten zwischen Felsen der große See und die Straße führt ganz oft direkt am Ufer entlang. Der Caledonian Channel verbindet es mit dem Loch Ness, das mit 37 km und 1,5 km Breite bei 230 m Tiefe doch deutlich größer ist. Es ist wieder eine Straße, die sich dicht am Ufer bewegt.


Foto

In Fort Augustus wird geschleust. Die Schleusenanlage hat fünf Schleusenkammern, um den Höhenunterschied der Lochs zu überwinden.
Der Autoverkehr wird am unteren Ende der Schleuse über Drehbrücken geführt. Ein wenig nostalgisch historisch allemal.
Loch Ness erscheint unendlich, es sind etliche Meilen die wir hinter uns lassen immer das Loch an unserer rechten Seite. So erreichen wir ganz beeindruckt Inverness. Wir entdecken eine „echte“ Bakery umrunden ein paar Blocks um zu parken. Und dann ? Sorry we where to busy today. No bread. -Ja was für ein Pech, denn Brot gibt es zwar im Supermarkt aber so richtig ist das nicht.

Inverness, unsere Campsite ist schon anders, man schreibt auf eine Tafel Name und Kennzeichen. Bezahlt wird um 10 Uhr am nächsten Tag. So geht es auch. Wir mit Blick auf den Beauly Firth und wollen morgen dann gen Durness den nördlichsten Punkt Schottlands. Es gilt noch zu tanken und Proviant zu fassen, denn es ist nur sehr dünn besiedelt.
Das Wetter, es gab recht viel Sonne, steife Brise und abends leichte Schauer

Tag 7 Durness

Wir haben eine abenteuerliche Dusche hinter uns. Stahlkonstruktion mit Kette über ein Rad geführt, das einen Druckspüler bedient. Und das alles unter der Decke. 3 Duschen für viel zu viele Personen. Egal Hauptsache man fühlt sich sauber. In Inverness suchen wir noch den Bäcker auf und kaufen Brot, Scons und Rosinenschnecken. Nach abenteuerlicher Führung durch, um, und über diverse Roundabouts erreichen wir die Straße nach Norden. Überqueren den Beauly Firth sehen noch die Campsite und bemerken dass die Besiedlung deutlich abnimmt. Bald darauf nur noch Landschaft, Berge und Gebirge. Die Lochs liegen dazwischen, alles grün, Steine die wahllos in der Landschaft liegen, eigenwillig und urig.

Die B 9176 führt uns durch die Berge, sie ist eng und es passen gerade zwei Fahrzeuge nebeneinander. Die A 836 ist dann entspannter zu fahren, zweispurig und fast kein Verkehr. Ab Daichork wird wir die Straße in der Karte mit weißen Punkten versehen. Die Legende gibt keinen Aufschluss darüber. Aber dafür die Anzeige am Weg „Singlecross way“. Man wird verpflichtet auszuweichen und Vorfahrt zu gewähren. Was spektakulär klingt, ging total easy, wenn man ein Fahrzeug sieht dann nimmt einer die nächste Ausweichbucht und lässt passieren. Man grüßt sich und weiter geht’s. Wir haben an einer Stelle Kaffeepause eingelegt und kamen uns vor als wenn wir total eins mit der Natur waren., absolute Stille einmalig.

So fuhren wir an ungezählten Lochs vorbei, in unwirklicher Natur, Schafe am und auf dem Weg. In Tongue wurde wieder ein Stück zweispurig. Richtig rauh wurde das letzte Stück nach Durness, Singletrack und steile schmale Wege, das war schon der Höhepunkt. Und dann nach einer Kuppe, die Bucht, das Meer, der große weite Atlantik. Wir sind am nördlichsten Punkt Schottlands angekommen.
So fuhren wir an ungezählten Lochs vorbei, in unwirklicher Natur, Schafe am und auf dem Weg. In Tongue wurde wieder ein Stück zweispurig. Richtig rauh wurde das letzte Stück nach Durness, Singletrack und steile schmale Wege, das war schon der Höhepunkt. Und dann nach einer Kuppe, die Bucht, das Meer, der große weite Atlantik.

Wir sind am nördlichsten Punkt Schottlands angekommen.

Nur eine Frage der Zeit???
es geht voran, denn Gut Ding …………..